Antragsformular für Ihre ESTA-Bewerbung
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ESTA für die EU: Friedrich schlägt Einreisegenehmigung nach Vorbild der USA vor

Statt einer Visumspflicht schwebt dem ehemaligen Innenminister Friedrich ein elektronisches Reisegenehmigungsverfahren vor. Welche Vor- und Nachteile dieses System bringt, werden wir hier kurz erklären.

Viele europäische Staaten möchten Einreisende in die EU von der Visumspflicht befreien. Das birgt für den ehemaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich ein zu großes Sicherheitsrisiko. Als Ausgleich schlägt er ein elektronisches Einreisesystem vor. Das Konzept hat das Bundesministerium bereits erarbeitet. Das in dem Papier vorgestellte Anmeldeverfahren erinnert stark an das Einreisesystem der USA. Um dort eine Einreisegenehmigung zu erhalten, müssen Reisende sich vorher über das "Electronic System for Travel Authorization" (ESTA) registrieren.

Rückmeldung ist kein Rechtsanspruch auf eine Einreise

Wie beim amerikanischen Vorbild soll der Antrag einer EU-Esta spätestens 72 Stunden vor Abreise online erfolgen. Wer sich später anmeldet, kann nicht davon ausgehen, dass er vor Reiseantritt eine Rückmeldung erhält. Das elektronische Reisegenehmigungsverfahren für die EU soll nicht mehr als zehn Euro kosten. Bei der Anmeldung sind im Wesentlichen die Daten vonnöten, die auch bei einem Visumsantrag angegeben werden müssen: Familienname, Geburtsname, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Art des Reisedokuments, Nummer des Reisedokuments, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer, ausstellende Behörde, Wohnanschrift, E-Mail-Adresse, geplantes Reiseziel, Zweck des Aufenthaltes und Ankunftsdatum.

Die Daten sollen laut Bundesinnenministerium mit unterschiedlichen Datenbanken abgeglichen werden - ähnlich einem regulären Visumsverfahren. Ob Datenbanken von Sicherheitsbehörden genutzt werden, da ist sich das Innenministerium noch unsicher. Spuckt der Datenabgleich keine Treffer aus, bekommt der Antragssteller automatisch eine elektronische Reisegenehmigung. Aber Vorsicht: Eine positive Esta-Rückmeldung heißt nicht, dass der Reisende einen Rechtsanspruch erhält, in die EU einzureisen. Das letzte Wort haben immer noch die Grenzkontrollen vor Ort. Gibt es beim Abgleich Treffer, wird die Reisegenehmigung nicht erteilt. Der Antragssteller muss sich für ein reguläres Visum bewerben.

Straftäter werden frühzeitig erkannt

Die geplante Reisegenehmigung soll zwei Jahre gültig sein und an den Grenzen überprüft werden. Solange würden auch die Daten des EU-Esta-Verfahrens inklusive widerrufener oder versagter Reisegenehmigungen gespeichert bleiben. Das Konzept sieht außerdem vor, dass die Sicherheitsbehörden der EU-Mitgliedstaaten einen Zugang zu den Daten erhalten. So sollen sie Straftaten leichter verhüten und verfolgen können.

Dazu heißt es in dem Papier: "Ein EU-Esta ermöglicht die frühzeitige Feststellung von Personen, die die Voraussetzungen für eine Einreise und einen Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten nicht erfüllen. Dies kann dazu beitragen, Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung der Mitgliedstaaten frühzeitig zu erkennen und abzuwehren."

Um sich für ESTA anzumelden benötigen Sie Ihren Reisepass, eine E-Mail-Adresse und eine Kredit- oder EC-Karte. Wenn alle Daten korrekt sind, erhalten Sie Ihr ESTA-Visum innerhalb weniger Minuten.

Das Abflugdatum muss nach dem 24/05/2020 sein.

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